St. Bartholomäus Mistelbach (Foto: S. Römpp)

Einweihung des neuen Kinderhorts in Mistelbach

Mit einem durch Pfarrer Wolfgang Heidenreich und Pfarrvikar Thomas Karukayil eindrucksvollen, kindgerecht gestalteten ökumenischen Gottesdienst in der Evang-Luth. St. Bartholomäuskirche in Mistelbach begann die Einweihung des neuen Kinderhorts. Die Kinder waren am Gottesdienst aktiv beteiligt.

Einzug der Kinder. Reges Interesse der Bevölkerung am Gottesdienst.

Eindrucksvoll: ALLE Kinder sind bei der Gestaltung des Gottesdienstes aktiv dabei!

 

Die Predigt nahm Bezug auf den Hausbau bei Matthäus Kap. 7 im Neuen Testament:

„Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute.

Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel es doch nicht ein; denn es war auf Fels gegründet.

Und wer diese meine Rede hört und tut sie nicht, der gleicht einem törichten Mann, der sein Haus auf Sand baute.“

Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, da fiel es ein und sein Fall war groß.

Und es begab sich, als Jesus diese Rede vollendet hatte, dass sich das Volk entsetzte über seine Lehre;

denn er lehrte sie mit Vollmacht und nicht wie ihre Schriftgelehrten.

In diesem Gleichnis Jesu steht der Hausbau für das Leben von Menschen im Angesicht Gottes. Der Felsen ist ein Bild von Jesus Christus. Der Sand symbolisiert das Vertrauen von Menschen auf die begrenzte eigene Kraft und eigenen Werke - ohne den Glauben an Gott und Jesus Christus. Sand trägt nicht, ohne Gott gelingt das Leben nicht.

So werde auch der neue Mistelbacher Kinderhort unter den Segen Gottes gestellt. Er sei „auf dem Fels“, also auf festem Grund, gebaut. Dies bedeute im übertragenen Sinn, dass das Handeln aller, die in diesem Haus lernen, spielen, arbeiten und ein- und ausgehen werden, auf eine solide Basis gestellt sei, eben auf „Gott und Jesus Christus”.

Am Nachmittag folgten der feierliche Eröffnungsakt in den neuen Räumlichkeiten neben der Grundschule – die Begrüßung und Hauptansprache oblagen Herrn Bürgermeister Matthias Mann - und die Segnung der Einrichtung durch Herrn Pfarrer Wolfgang Heidenreich (St. Bartholomäus Mistelbach) und Herrn Pfarrvikar Thomas Karukayil (Maria Hilfe der Christen Mistelbach / St. Franziskus in Eckersdorf).

Die beiden Geistlichen nahmen vor der Segnung Bezug auf das Neue Testament, in dem Jesus allen Kindern seine besondere Wertschätzung zum Ausdruck bringt. Im Markusevangelium heißt es im 10. Kapitel, Verse 13 – 16, anlässlich der Segnung der Kinder

Und sie brachten Kinder zu ihm, damit er sie anrühre. Die Jünger aber fuhren sie an.

Als es aber Jesus sah, wurde er unwillig und sprach zu ihnen: „Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solchen gehört das Reich Gottes.

Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.“

Und er herzte sie und legte die Hände auf sie und segnete sie.

            

Die beiden Geistlichen beim Gebet     Bürgermeister Matthias Mann und die Repräsentatin der Diakonie

Die Geistlichen stellten die Einrichtung und alle ihre Nutzer unter den Segen des Dreieinigen Gottes.

Dieser Tag stieß auf ein besonderes Interesse in der Bevölkerung. Auch Honoratioren aus den verschiedensten Bereichen des öffentlichen Lebens ließen es sich nicht nehmen, diesen Festtag mitzuerleben, durch Grußworte mitzugestalten und eindrucksvolle Geschenke zur weiteren Förderung der Einrichtung zu übergeben. An einer umfangreichen Kaffee- und Kuchentafel konnten sich alle Besucher verköstigen und ausgiebig unterhalten.

Einhelliger Tenor: Der Rat der Gemeinde Mistelbach hat in enger Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Verwaltung, dem Bauhof, der Kindertagesstätte, der Grundschule, der Diakonie, der beiden örtlichen Kirchengemeinden, dem Architekturbüro und der Handwerkerschaft eine zukunftsweisende Einrichtung für die Kinder der Gemeinde geschaffen.

Gemessen an der Bevölkerungszahl hat Mistelbach die meisten Kinderbetreuungsplätze im Landkreis Bayreuth.

Der Nordbayerische Kurier (Dieter Jenß) berichtete am nächsten Tag (siehe NK vom 28.01.2019), siehe:

https://epaper.nordbayerischer-kurier.de/eweb/nk/2019/01/28/nbk/18/3166567/

Fotos und Bericht: Oswald Roith und Helmut Wessels