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Pilgerweg von Mistelbach über Gesees zum Sophienberg

Pilgerweg von Mistelbach über Gesees zum Sophienberg

Der heutige Pilgerweg beginnt in der St. Bartholomäus-Kirche in Mistelbach.

Auf einer Stele neben dem Gemeindehaus finden Sie einige Informationen über die Kirche. Sie können auch über den QR-Code weitere Informationen von der Homepage abrufen.

Betreten Sie die Kirche durch das westliche Portal. Sie ist im Sommer von 9:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Staunen Sie über die vielen Gemälde zu biblischen Geschichten, die Sie auf den beiden Emporen und auf dem hölzernen Tonnengewölbe betrachten können.

Wenn Sie möchten, dann lesen Sie dazu die biblische Geschichte aus 1. Mose 28,10-17:

10Aber Jakob zog aus von Beerscheba und machte sich auf den Weg nach Haran 11und kam an eine Stätte, da blieb er über Nacht, denn die Sonne war untergegangen. Und er nahm einen Stein von der Stätte und legte ihn zu seinen Häupten und legte sich an der Stätte schlafen. 12Und ihm träumte, und siehe, eine Leiter stand auf Erden, die rührte mit der Spitze an den Himmel, und siehe, die Engel Gottes stiegen daran auf und nieder. 13Und der Herr stand oben darauf und sprach: Ich bin der Herr, der Gott deines Vaters Abraham, und Isaaks Gott; das Land, darauf du liegst, will ich dir und deinen Nachkommen geben. 14Und dein Geschlecht soll werden wie der Staub auf Erden, und du sollst ausgebreitet werden gegen Westen und Osten, Norden und Süden, und durch dich und deine Nachkommen sollen alle Geschlechter auf Erden gesegnet werden. 15Und siehe, ich bin mit dir und will dich behüten, wo du hinziehst, und will dich wieder herbringen in dies Land. Denn ich will dich nicht verlassen, bis ich alles tue, was ich dir zugesagt habe. 16Als nun Jakob von seinem Schlaf aufwachte, sprach er: Fürwahr, der Herr ist an dieser Stätte, und ich wusste es nicht! 17Und er fürchtete sich und sprach: Wie heilig ist diese Stätte! Hier ist nichts anderes als Gottes Haus, und hier ist die Pforte des Himmels

Der letzte Vers steht als Inschrift im südlichen Portal, dem Brauttor, zu lesen: „Wie heilig ist diese Stätte! Hier ist nichts anderes denn Gottes Haus, und hier ist die Pforte des Himmels.“

Ihr Weg führt Sie dann an die Ostseite der Kirche. Dort befinden sich noch vier historische Grabsteine mit einer besonders gestalteten Traueresche. Es sind die Grabsteine dreier Pfarrer und einer Familie, die zu einer königlichen Hochzeit in München eingeladen war.

Verlassen Sie dann den Kirchhof an der östlichen Seite über eine steile Treppe. Biegen Sie dann zunächst scharf rechts ab in einen Hof. An dessen hinterer linken Ecke befindet sich etwas versteckt der Aufgang zur einer wunderschönen Aussichtsplattform.

Kehren Sie dann wieder zurück bis zum Treppenabgang. Gehen Sie dann scharf rechts den steilen Fußweg hinab. Das Anwesen „Am Berg 1“ ist übrigens bis ca. 1970 das Pfarrhaus gewesen. Ihr Weg führt Sie an malerischen Felsen mit einigen Inschriften vorbei.

Gehen Sie dann den neuen Treppenabgang hinunter. Am unteren Ende des Brunnenberges steht ein Brunnen. Dort können Sie gerne das Gespräch Jesu mit der Frau aus Samarien nachlesen. Es steht im Johannesevangelium im vierten Kapitel:

5Da kam er in eine Stadt Samariens, die heißt Sychar, nahe bei dem Feld, das Jakob seinem Sohn Josef gegeben hatte. 6Es war aber dort Jakobs Brunnen. Weil nun Jesus müde war von der Reise, setzte er sich an den Brunnen; es war um die sechste Stunde. 7Da kommt eine Frau aus Samarien, um Wasser zu schöpfen. Jesus spricht zu ihr: Gib mir zu trinken! 8Denn seine Jünger waren in die Stadt gegangen, um Speise zu kaufen. 9Da spricht die samaritische Frau zu ihm: Wie, du, ein Jude, erbittest etwas zu trinken von mir, einer samaritischen Frau? Denn die Juden haben keine Gemeinschaft mit den Samaritern. – 10Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du erkenntest die Gabe Gottes und wer der ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, du bätest ihn, und er gäbe dir lebendiges Wasser. 11Spricht zu ihm die Frau: Herr, du hast doch nichts, womit du schöpfen könntest, und der Brunnen ist tief; woher hast du denn lebendiges Wasser? 12Bist du etwa mehr als unser Vater Jakob, der uns diesen Brunnen gegeben hat? Und er hat daraus getrunken und seine Söhne und sein Vieh. 13Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wer von diesem Wasser trinkt, den wird wieder dürsten; 14wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt. 15Spricht die Frau zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser, damit mich nicht dürstet und ich nicht herkommen muss, um zu schöpfen! 16Spricht er zu ihr: Geh hin, ruf deinen Mann und komm wieder her! 17Die Frau antwortete und sprach zu ihm: Ich habe keinen Mann. Jesus spricht zu ihr: Du hast richtig gesagt: »Ich habe keinen Mann.« 18Denn fünf Männer hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann; das hast du recht gesagt. 19Die Frau spricht zu ihm: Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist. 20Unsere Väter haben auf diesem Berge angebetet, und ihr sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten soll. 21Jesus spricht zu ihr: Glaube mir, Frau, es kommt die Zeit, dass ihr weder auf diesem Berge noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. 22Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir beten an, was wir kennen; denn das Heil kommt von den Juden. 23Aber es kommt die Stunde und ist schon jetzt, dass die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben. 24Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. 25Spricht die Frau zu ihm: Ich weiß, dass der Messias kommt, der da Christus heißt. Wenn dieser kommt, wird er uns alles verkündigen. 26Jesus spricht zu ihr: Ich bin’s, der mit dir redet.

Folgen Sie nun der Gemeindeverbindungsstraße an der Dorfmühle vorbei in Richtung Forkendorf. Kurz nach der Brücke über die Mistel biegen Sie rechts ab. Nach wenigen Metern passieren Sie die alte katholische Kirche, die heute als Lagerraum dient.

Sie folgen dem Weg durch den Wald, bis Sie auf der rechten Seite ein altes Stauwehr sehen. Viele Bäume säumen das Ufer der Mistel. Lesen Sie dort Psalm 1:

1Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, wo die Spötter sitzen, 2sondern hat Lust am Gesetz des Herrn und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht! 3Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. Und was er macht, das gerät wohl. 4Aber so sind die Gottlosen nicht, sondern wie Spreu, die der Wind verstreut. 5Darum bestehen die Gottlosen nicht im Gericht noch die Sünder in der Gemeinde der Gerechten. 6Denn der Herr kennt den Weg der Gerechten, aber der Gottlosen Weg vergeht.

Verlassen Sie dann den Weg an der Talsohle und folgen Sie einem kleinen Fußpfad, der auf halber Höhe mitten durch den Wald an vielen Sandsteinformationen vorbeiführt.

 Verlassen Sie dann den Wald. Am oberen Rand folgen Sie dem Weg nach Gesees.

Bald sehen Sie bereits das nächste Ziel, die Kirche „St. Marien zu Gesees“.

Über die Heidegasse folgen Sie den grünen Richtungspfeilen für Radfahrer. Es geht nach rechts weiter über „Am Tal“ und „Am Dunger“ bis zur Hauptstraße. Diese überqueren Sie und kommen über den Kirchweg, vorbei an der Schule, rechts direkt in den historischen Kirchweg, der Sie steil (über einen Treppenaufgang) hinauf zur Kirche führt.

Am Fuß dieses Aufgangs können Sie gerne Psalm 122, einen Wallfahrtspsalm, lesen:

1Von David, ein Wallfahrtslied. Ich freute mich über die, die mir sagten: Lasset uns ziehen zum Hause des Herrn! 2Nun stehen unsere Füße in deinen Toren, Jerusalem. 3Jerusalem ist gebaut als eine Stadt, in der man zusammenkommen soll, 4wohin die Stämme hinaufziehen, die Stämme des Herrn, wie es geboten ist dem Volke Israel, zu preisen den Namen des Herrn. 5Denn dort stehen Throne zum Gericht, die Throne des Hauses David. 6Wünschet Jerusalem Frieden! Es möge wohlgehen denen, die dich lieben! 7Es möge Friede sein in deinen Mauern und Glück in deinen Palästen! 8Um meiner Brüder und Freunde willen will ich dir Frieden wünschen. 9Um des Hauses des Herrn willen, unseres Gottes, will ich dein Bestes suchen.

Die Kirchenburg St. Marien zum Gesees ist eine ehemalige Wehrkirche. Treten Sie ein und halten Sie dort inne. Gerne können Sie dort Psalm 84 lesen. Es ist ein Pilgerlied, das auch heute gerne noch zur Kirchweih gelesen wird:

1Ein Psalm der Korachiter, vorzusingen, auf der Gittit. 2Wie lieblich sind deine Wohnungen, Herr Zebaoth! 3Meine Seele verlangt und sehnt sich nach den Vorhöfen des Herrn; mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott. 4Der Vogel hat ein Haus gefunden und die Schwalbe ein Nest für ihre Jungen – deine Altäre, Herr Zebaoth, mein König und mein Gott. 5Wohl denen, die in deinem Hause wohnen; die loben dich immerdar. SELA. 6Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten und von Herzen dir nachwandeln! 7Wenn sie durchs dürre Tal ziehen, wird es ihnen zum Quellgrund, und Frühregen hüllt es in Segen. 8Sie gehen von einer Kraft zur andern und schauen den wahren Gott in Zion. 9Herr, Gott Zebaoth, höre mein Gebet; vernimm es, Gott Jakobs! SELA. 10Gott, unser Schild, schaue doch; sieh an das Antlitz deines Gesalbten! 11Denn ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser als sonst tausend. Ich will lieber die Tür hüten in meines Gottes Hause als wohnen in den Zelten der Frevler. 12Denn Gott der Herr ist Sonne und Schild; der Herr gibt Gnade und Ehre. Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen. 13Herr Zebaoth, wohl dem Menschen, der sich auf dich verlässt!

Verlassen Sie dann das Kirchengelände in östlicher Richtung. Halten Sie sich dabei immer rechts und folgen Sie dem Wegweiser zur „Bergstubn“. Sie haben dann den Sophienberg direkt vor sich. Dieser Anblick lädt dazu ein, Psalm 121 zu lesen:

1Ein Wallfahrtslied. Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? 2Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. 3Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der dich behütet, schläft nicht. 4Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht. 5Der Herr behütet dich; der Herr ist dein Schatten über deiner rechten Hand, 6dass dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts. 7Der Herr behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele. 8Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!

An einer Weggabelung folgen Sie nicht geradeaus dem direkten steilen Weg, sondern halten sich ca. 700 m rechts in südlicher Richtung. Nachdem sie einige Häuser passiert haben, folgen Sie links dem Aufstieg zur Bergstubn an der Schafweide entlang.

Dort lohnt es sich, Psalm 23 zu lesen:

1Ein Psalm Davids. Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. 2Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. 3Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. 4Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. 5Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. 6Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.

An den Wirtschaftsgebäuden vorbei überqueren Sie die Ringstraße. Über einen letzten Aufstieg gelangen Sie auf die Hochfläche des Sophienberges. Neben dem Sendemast befindet sich das Gelände, auf dem wir oft an Christi Himmelfahrt gemeinsam Gottesdienst gefeiert haben. Zum Abschluss können Sie dort Psalm 103,1-13 beten:

1Von David. Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! 2Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat: 3der dir alle deine Sünde vergibt und heilet alle deine Gebrechen, 4der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit, 5der deinen Mund fröhlich macht und du wieder jung wirst wie ein Adler. 6Der Herr schafft Gerechtigkeit und Recht allen, die Unrecht leiden. 7Er hat seine Wege Mose wissen lassen, die Kinder Israel sein Tun. 8Barmherzig und gnädig ist der Herr, geduldig und von großer Güte. 9Er wird nicht für immer hadern noch ewig zornig bleiben. 10Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden und vergilt uns nicht nach unsrer Missetat. 11Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, lässt er seine Gnade walten über denen, die ihn fürchten. 12So fern der Morgen ist vom Abend, lässt er unsre Übertretungen von uns sein. 13Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der Herr über die, die ihn fürchten.

Wenn Sie in der Bergstubn einkehren möchten, ist eine telefonische Absprache vorher sicher hilfreich.

Es wünscht Ihnen einen gesegneten Pilgerweg

Ihr Pfarrer Wolfgang Heidenreich aus Mistelbach