Spende

Wer für unsere Kirchengemeinde Mistelbach spenden möchte, kann hier

online spenden

 

oder eine Spende auf folgendes Konto überweisen:

Spendenkonto Evang.-Luth Kirchengemeinde Mistelbach

IBAN: DE04 7806 0896 0009 6490 93

BIC: GENODEF1HO1

VR Bank Bayreuth-Hof eG

Herzlichen Dank!


 

 

Predigt über Matthäus 11,28 von Pfr. Heidenreich am 2. Sonntag nach Trinitatis (13. Juni 2021)

Gnade sei mit euch und Friede von Gott unserem Vater und unserem Herrn Jesus Christus. Amen

(Matthäus 11,28-30)        Gebet

Liebe Jubilare, liebe Gemeinde!

Sicher haben Sie allen schon oft Einladungen bekommen, etwa zu einem Geburtstag, einer Taufe oder einer Hochzeit.

Wenn wir diese Einladung in Händen halten, dann freuen wir uns. Denn da hat jemand an uns gedacht. Da sind wir für jemanden so wichtig, dass er uns bei seinem Fest unbedingt dabeihaben möchte. Deshalb ist so eine Einladung eine hohe Ehre.

So ein Fest ist dann ein besonderer Höhepunkt im Lauf eines Jahres. Bei so einem Fest treffen wir viele liebe Menschen, die wir sonst nicht so oft sehen und sprechen können. Die Vorfreude auf dieses Fest begleitet uns dann durch die Zeit davor.

Vielleicht ist es Ihnen heute auch so ergangen.

Die Einladung zur heutige Jubelkonfirmation haben sie von unserer Kirchengemeinde bekommen. Aber letztlich steht hinter dieser Einladung noch jemand ganz anderes – und damit meine ich nicht mich. Ich kann die Einladung ja nur übermitteln.

Der, der uns heute alle einlädt, ist mehr als ein hoher Politiker, mehr als ein Vertreter der High Society, mehr als ein weltbekannter Star aus Sport, Film oder Musik. Denn der, der uns heute einlädt, ist Jesus Christus höchstpersönlich.

Er hat diese Einladung schon vor langer Zeit ausgesprochen. Sein Mitarbeiter Matthäus hat sie in seinem Evangelium aufgeschrieben. Und heute darf ich Ihnen diese Einladung als die gute Nachricht des heutigen Tages weitersagen.

Sie steht in Matthäus 11,28. Dort heißt es aus dem Mund Jesu: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ -- Und in einer neueren Übersetzung steht: „Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Frieden geben.“

 

1. Erstaunlich! Jesus Christus lädt uns alle ein. Er lädt dich und mich heute persönlich ein. Und er ist nun gespannt auf unsere Antwort. ---

Wie werden wir reagieren? Fühlen wir uns selbst so stark, dass wir allein zurechtkommen wollen? Haben wir angesichts vieler anderer Angebote keine Zeit, dieses Angebot zu ergreifen? Sind wir vielleicht durch die Lasten, mit denen wir uns täglich abplagen, so auf uns selbst fixiert, dass wir den Kopf nicht mehr frei haben? Oder ist uns gar die Einladung und der, der sie ausgesprochen hat, nicht wichtig genug? ---

Vielleicht gehen wir aber auch freudig darauf ein, weil wir uns geehrt fühlen? Vielleicht haut es uns richtig um, weil gerade Jesus an uns denkt?

Dann freuen wir uns wohl auf die gute Begegnung! Dann sind wir sicher dankbar für alles, was uns schon an Leib und Seele Gutes getan hat!

Dann sind wir gewiss, dass diese Einladung heute und in Zukunft eine große Bedeutung für uns hat!

Dann wissen wir, dass diese Einladung uns nicht nur kurzfristig Freude bringt, sondern uns durch unser ganzes Leben tragen will! Dann werden wir wohl richtig schwindlig, wenn wir daran denken, dass der lebendige Gott an uns denkt?

Wir wären töricht, wenn wir dieser Einladung nicht heute und immer wieder Folge leisten würden. Denn wir würden dadurch etwas ganz Entscheidendes für unser Leben ausschlagen.

Wir würden das Fest der Feste versäumen. Wir würden die helfende Hand dessen ausschlagen, der alle Macht und alle Möglichkeiten hat. Wir würden die entscheidende Hilfe im Leben verpassen.

„Kommt her zu mir alle!“ Jesus schließt keinen aus. Jesus lädt alle zu sich ein.

In einem modernen christlichen Lied heißt es:

Es ist niemand zu groß, es ist niemand zu klein, es ist niemand zu arm oder reich. Es ist niemand zu einfach und niemand zu fein, seine Liebe gilt für alle gleich. Gott öffnet jedem die Tür, jedem, der ihn fragt. Er nimmt die Schuld und gibt Liebe dafür, denn er hat es uns gesagt.

Es ist niemand zu gut, es ist niemand zu schlecht, es ist niemand zu frech oder scheu. Es ist niemand zu schuldig und niemand zu gerecht, seine Liebe macht uns völlig neu. Gott öffnet jedem die Tür, jedem, der ihn fragt. Er nimmt die Schuld und gibt Liebe dafür, denn er hat es uns gesagt. ---

Ja, es ist schon erstaunlich, dass Jesus Christus uns alle ganz persönlich einlädt. Nehmen wir diese Einladung doch täglich neu an!

 

2. Aber genauso erstaunlich ist es, dass er uns offenbar alle sehr genau kennt. Und das ist mein zweiter Gedanke.

Er lädt uns ein mit den Worten: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid!“

Oder er ruft uns zu: „Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet!“

Jesus weiß also offenbar sehr genau, wo uns der Schuh drückt. Er weiß, dass jeder Mensch irgendwie sein Bündel, seine Last, zu tragen hat.

Der eine trägt vielleicht an einer Krankheit schwer. Er geht selber oder mit einem lieben Menschen von Arzt zu Arzt und findet doch keine Hilfe. Oft leidet dann nicht nur der Körper, sondern auch die Seele durch Angst und Hoffnungslosigkeit.

Wieder andere tragen schwer an einer Schuld. Sie liegt vielleicht schon lange zurück. Aber plötzlich kommt sie aus dem Unterbewusstsein wieder hoch. Sie quält dann so lange, bis manchmal auch der Leib darunter leidet. - Psychosomatische Erkrankungen nehmen heute immer stärker zu.

Andere sind vielleicht Opfer geworden. Jemand hat sie zutiefst verletzt, enttäuscht, ihnen Unrecht getan. Und der Groll darüber kommt immer wieder hoch, dreht sich wie eine endlose Spirale in unserem Kopf. Wir bekommen diese Gedanken nicht mehr los.

Bei anderen mag es die Last der Trauer sein. Sie haben einen lieben Menschen verloren und kommen nicht darüber hinweg. Ein dunkler Schleier hängt über ihrem Leben.

Und bei anderen scheint äußerlich zunächst alles in Ordnung zu sein. Und doch fehlt etwas ganz Entscheidendes. Es fehlt Liebe und Anerkennung.

Ich könnte diese Beispiele noch weiter fortführen, aber ich denke, dass wir alle uns schon unsere eigenen Gedanken gemacht haben und deshalb genau wissen, wo wir mühselig oder beladen sind, wo wir uns abmühen oder unter welchen Lasten wir gerade leiden.

Es ist tröstlich, wenn uns heute zugerufen wird: Jesus kennt deine Lasten. Er weiß sehr genau, was dich an Leib oder Seele belastet. ---

In Psalm 103,14 heißt es zum Beispiel: Denn Gott weiß, was für ein Gebilde wir sind; er gedenkt daran, dass wir Staub sind.

Und in Matthäus 6,8 heißt es: Euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet. ---

Ja, es ist schon erstaunlich, dass Jesus Christus uns alle einlädt und offenbar uns alle auch ganz persönlich und ganz genau kennt. ---

 

3. Aber noch mehr erstaunt es uns, dass er uns in unserer Situation mit all unseren Lasten nicht alleine lassen will.

Und das ist mein letzter Gedanke.

Er ermutigt uns mit den Worten: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“

Oder er stärkt uns, wenn er uns zuruft: „Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Frieden geben.

Jesus weiß also offenbar ganz genau, was wir brauchen. Er weiß, was uns guttut. Er weiß, dass viele sich Frieden wünschen. Frieden nicht nur in der weiten Welt, sondern auch Frieden in der Familie und im eigenen Herzen.

Und er weiß, dass wir in vielen Situationen neue Kraft brauchen: Kraft zum Tragen, Mut zum Leben, neue Hoffnung zum Durchhalten. Er weiß, dass wir Hilfe brauchen, um unser Leben immer wieder neu in Ordnung zu bringen.

Er lädt uns ein, mit all unseren Anliegen zu ihm zu kommen. Deshalb heißt es in Psalm 50,15: „Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten und du sollst mich preisen!“

Wenn Sorgen uns belasten wollen, dann macht Petrus uns in seinem Brief (1. Petr. 5,7) Mut mit den Worten: „Alle eure Sorge werft auf Jesus, denn er sorgt für euch!“

Wenn die Last der Sünde auf uns liegt oder wir von schlechtem Gewissen geplagt sind, dann macht uns der 1. Johannesbrief Mut, wenn es dort heißt: Wo wir unsere Sünde bekennen, da ist er treu und gerecht, dass er uns unsere Sünde vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.

Wenn wir traurig sind, dann ruft er uns in Jesaja 66,13 zu: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.

Und selbst angesichts des Todes verspricht Jesus uns (Joh. 11,25): Ich bin die Auferstehung, und ich bin das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, selbst wenn er stirbt.

Es gibt noch so viele andere Verheißungen in der Bibel. Schauen Sie sich doch wieder einmal ihren Taufspruch, ihren Konfirmationsspruch oder ihren Trauspruch an. Welche Schätze werden in diesen Worten für uns alle verborgen sein. ---

Nehmen wir deshalb heute neu diese Einladung Jesu an. Bekräftigen wir heute den Bund mit ihm. Wir werden reich beschenkt werden.

Und niemand unter uns wird es je bereuen, dieser Einladung gefolgt zu sein. Mit Jesus werden wir immer wieder Wunder der Hilfe, Wunder des Trostes und Wunder der Stärkung erfahren.

Und wenn es uns auch manchmal so erscheint, als ob wir von Gott verlassen wären, weil in uns und um uns alles so dunkel erscheint, dann werden wir ganz gewiss im Rückblick auf diese Zeiten erkennen, dass Jesus uns gerade dann getragen hat.

Dazu gibt es eine wunderbare Geschichte, die den Titel trägt: Spuren im Sand. Dort heißt es:

Eines Nachts hatte ich einen Traum: Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn. Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten, Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben. Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand, meine eigene und die meines Herrn.

Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen war, blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte, dass an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn: „Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein. Aber jetzt entdecke ich, dass in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist. Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am meisten brauchte?“

Da antwortete er: „Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten. Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen.“

 

Ja, es ist ganz gewiss wahr: Jesus lädt uns alle ein, kennt uns ganz genau und lässt uns mit den Lasten unseres Lebens nicht allein.

 

So schließe ich mit einem Liedvers, der gut zu unserem heutigen Bibelwort passt. Dort heißt es:

Es ist Jesus, der deine Lasten kennt,

Jesus, der dich sein Kind nennt,

ja, Jesus, der nie dich lässt allein,

denn er trug am Kreuze deine Last,

die du selbst verschuldet hast,

und er wird immer bei dir sein.

 

Amen

 

Und der Friede Gottes, welcher höher ist, als unsere menschliche Vernunft, der bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus.

 

Amen

Wie Sie unsere Kirche finden!

Kontakt

Evang.-Luth. Kirchengemeinde Mistelbach

Pfarrer Wolfgang Heidenreich
Hardtstr. 7
95511 Mistelbach

Telefon: 09201/363
Telefax: 09201/799663
E-Mail: pfarramt.mistelbach@elkb.de

Bürostunden Pfarramt:
Dienstag 14:00-16:00 Uhr und Mittwoch 09:00-11:00 Uhr
im Pfarrhaus, Hardtstr. 7, 95511 Mistelbach

Vertrauensfrau des Kirchenvorstands:
Frau Daniela Dütsch, Am Sandacker 2, 95511 Mistelbach
Telefon 09201/799556

Stellvertretender Vertrauensmann des Kirchenvorstands:
Herr Oswald Roith, Forkendorfer Str. 4, 95511 Mistelbach
Telefon 09201/1027
E-Mail: oswald.roith@gmx.de


Bankverbindungen:
IBAN: DE04 7806 0896 0009 6490 93 (Spenden, Pacht)
IBAN: DE05 5206 0410 0101 3038 05 (Rechnungen)
IBAN: DE92 7806 0896 0209 6490 93 (Kirchgeld)

Bild rechts:
Pfarrer Wolfgang Heidenreich
Hardtstr. 7
95511 Mistelbach
09201/363